Das Dartboard


Das Dartboard
Bristle-Boards
Softdartboards
London- bzw. Bristleboard
Target Boards
Double Boards
Das Quadro-Board
Das Trainingsboard
Fifth-Board
Aufteilung des Boards
Aufhängen des Boards
Abstand beim Spielen





Das Dartboard nach oben

Insgesamt gibt es wohl weit über 500 verschieden Dartboardarten und -Typen. Welche Unterschiede es gibt möchten wir hier kurz vorstellen:

Es gibt heute grundsätzlich zwei Arten von Dartboards:
Bristle-Boards (Steeldarts) und Softdartsboards.


Bristle-Boards nach oben

Bristle-Boards bestehen heute aus fest zusammengepresstem Sisal. Sisalfasern (auch Schweineborsten genannt) werden aus einer Pflanze hergestellt, die in Afrika, aber auch in Portugal wächst. Einige Millionen dieser Fasern werden mittels großem Druck gepresst und durch einen Stahlring gehalten auf eine Spanplatte geklebt. Die Holzplatte verhindert das Durchschlagen der Stahlspitzen durch das Board.

Die Abgrenzung der einzelnen Zellen wird in der Regel durch aufgesteckte (sozusagen aufgenagelte) Metallspinnen (Spider) erreicht. Diese Netze gibt es aus runden und aus dreieckigen Stäben, deren Spitze zum Spieler zeigt. Dies hat den Vorteil, dass weniger Darts daran abprallen. Fast gar keine Abpraller soll es bei einer neuen Art Board geben, bei dem eine sehr dünne Metallspinne in das Board (bzw. in die Fasern) eingepresst ist.

Ein weiterer Unterschied in der Qualität des Boards ist in der Anzahl und Befestigung der Fasern auf dem Board sowie in der Begrenzung des Bulls zu suchen. Hier gibt es verschieden gute Systeme, wie das Bull's Eye auf die Platte aufgebracht ist.

Auf Turnierboards darf durchaus auch mit Softdarts gespielt werden, ohne dass das Board besonders darunter leidet. Es ist davon abzuraten, schmale Boards zu verwenden (unter 4 cm!). Hierbei treffen die Darts zu häufig auf die abschließende Holzplatte, wodurch die Dartspitze beschädigtwerden kann.


Softdartboards nach oben

Softdartboards sind aus Plastik und voll kleiner Löcher, in denen die Darts hängen bleiben. Softdartsboards gibt es als normale Plastikscheibe und mit eingebautem elektronischem Zählwerk. Unterschiede sind hier noch zwischen normalen und "American Dartboards" zu finden. Im American Dart gibt es keine Unterteilung des Bulls. Hier zählt das gesamte Bull 50 Punkte.


London- bzw. Bristleboard nach oben

Als erstes möchten wir hier das London- bzw. Bristleboard (auch 20-Punkteboard oder Uhr genannt) vorstellen. Dieses ist das meistgenutzte Board welches auch bei Dartturnieren verwendet wird.

Die Dartscheibe ist hier in 82 Segmente unterteilt. Vom Zählwert sind es aber nur 62 Felder.
Wie die Segmente heißen, wie ihr Zählwert ist und wie die Maße auf dem Dartboard sind, können Sie in der Grafik sehen. Der Gesamtdurchmesser beträgt 45,7 cm und der Wertungsbereich ist 34 cm im Durchmesser.

Das Dartboard besteht aus dem Standard-Uhr-Muster 1 - 20 und dem Bull's Eye. Die Zahlen sind aber nicht in der normalen Reihenfolge verteilt, sondern nach einem anderen Prinzip (welches mir bisher aber noch niemand erklären konnte). Die Zahlenfelder zählen jeweils den Wert, der außen angeschrieben ist. Bei einem Treffer in den schmalen äußeren Ring (Double-Ring) wird dieser Wert doppelt genommen, bei dem inneren schmalen Ring (Triple-Ring) mal drei. Die einfach zählenden Segmente sind immer schwarz und weiß abwechselnd (gleicher Wert => gleiche Farbe) und die Doppel- und Triplesegmente grün und rot. Die mehrfach zählenden Felder sind 8 mm breit. Der Abstand vom äußeren Doppelring zum Bulls-Eye beträgt 170 mm, und vom äußeren Triplering 117 mm.

Die Mitte des Boards bilden zwei ineinander liegende Kreise (nicht beim American Dart, siehe oben!). Der innere (Bulls-Eye - rot) zählt hierbei in der Regel 50 Punkte, während der äußere Ring (Bull - grün) einen Wert von 25 Punkten hat. Das Bull hat einen Durchmesser von 31 mm, während das Bulls-Eye nur 12,7 mm im Durchmesser misst.


Target Boards nach oben

Target Boards sind gekennzeichnet durch eine reine Aufteilung von konzentrischen Kreisen um die Mitte (Bulls-Eye), welche die Punkte darstellen. Das Elm Board ist wohl aus der Azincourt-Theorie entstanden. Es besteht aus einer Baumstammscheibe einer Ulme und muss zur Aufrechterhaltung der Weichheit immer in Wasser gelagert werden. Nur zum Spiel darf es aus dem Wasser genommen und aufgehängt werden.

Das wohl meist verbreitete Dart Board vor 1900 dürfte das Norfolk Board gewesen sein. Es wurde bis zum Beginn des 2. Weltkrieges in verschiedenen Regionen von Norfolk gespielt. Es hatte einen Durchmesser von 10 Zoll. Das Bulleye war 1 Zoll im Durchmesser und das Outer Bull 2 Zoll. Der 3. große Wertungsbereich hatte 6 Zoll im Durchmesser.

Gewertet wurde das Bulleye mit 4 Punkten, das Outer Bull mit 3 und der äußere Wertungsbereich mit 1 Punkt. Der äußerste Bereich wurde nicht gewertet. Wer zuerst genau 31 Punkte angesammelt hatte war Sieger. Übrigens wurde die Wertung nicht automatisch auf einer Schreibtafel vorgenommen, sondern häufig auf einem Cribbage Board, das man vom Cribbage-Kartenspiel kannte. 


Double Boards nach oben

Mit dem gleichen Maßen, der gleichen Nummerierung und den gleichen Segmentfarben das Yorkshire oder Kent Board es dem Dartspieler als abgespeckte Version des London Boards bekannt vor. Lediglich der Triplering und das äußere Bull fehlen. Daher gehört es auch zur Gattung der Double Boards. Traditionell hat das Yorkshire Board eigentlich einen schmaleren Double Ring von nur 1/4 Zoll. Dieser ist mit der Massenproduktion nicht übernommen worden und somit äußerst selten anzufinden. Das Board wird hauptsächlich in der Region von Yorkshire bespielt, kann aber auch in Teilen von Staffordshire und den Nord Midlands gefunden werden. Als Kent Board bekannt wird es auch in Teilen der gleichnamigen Grafschaft bespielt.


Das Quadro-Board nach oben

Bei diesem ist ein zusätzlicher schmaler Ring eingezogen ist, der den vierfachen Wert zählt.


Das Trainingsboard nach oben

Hierbei sind der Double- und Triple-Ring dünner.


Fifth-Board nach oben

Dieses besteht nur aus 9 Zahlenfeldern. Diese tragen jeweils dreimal die Werte 20, 10 und 5. Hinzu kommt natürlich die Unterteilung in einfache-, doppelte- und dreifache Wertung. In der Mitte des Boards befinden sich wieder Bull und Bull's Eye.


Aufteilung des Boards nach oben

Über die Segmentierung des Dart Boards gibt es verschiedene Theorien. Eine geht davon aus, dass die Segmentierung aufgrund der Rissbildung bei Trocknung der Baumstammscheiben bzw. Elm Boards zurückzuführen sei. Eine andere erinnert an die Speichen eines Wagenrades. Leichter wird dieser Gedanke, wenn man sich ein Fives Board anschaut, welches ja nur 12 "Speichen" aufweist. Die Nummerierung mit der heute bekannten Zahlenanordnung wurde im Jahre 1896 auf einem London Board vom Zimmermann Brian Gamblin aus Bury bei Lancashire festgelegt.


Aufhängen des Boards nach oben

Das Board wird so montiert, dass die Mitte des Boards (das Bull's Eye) genau in 173 cm Höhe hängt.

Bei häufig bespielten Boards empfiehlt es sich, Steeldartboards öfters mal zu drehen und den Zahlenring umzustecken, damit die stark beanspruchten Felder (hauptsächlich 20 und 19) nicht zu sehr abgenutzt werden.

Diese Boards dürfen auch nicht nass werden, da sie sonst beim Trocken hart werden und sich Beulen bilden können.
Weiterhin schonen Sie das Board, wenn keine stumpfen oder abgestoßenen Darts benutzt werden. Schleifsteine (Pointsharpener) hiefür gibt es im Zubehörhandel. Auch extrem feste Würfe können dem Board schaden.


Abstand beim Spielen nach oben

Der Abstand des Spielers zum Dartboard beträgt 237 cm (Steeldarts) bzw. 237 - 244 cm (E-Darts). Hierbei wird der Abstand des vorderen Fußes zur Oberfläche des Boards gemessen.